vergangenen mittwoch haben thomas und ich einen gemütlichen foto-bummel mit unseren “hassis” über die basler herbstmesse unternommen.
die ursprüngliche idee gezielt mit unschärfe zu arbeiten habe ich mangels passendem licht und zu gunsten dieses konzeptes wieder verworfen.
faszinierend an der basler herbstmesse finde ich die gegensätze. einerseits sind immmer die neusten und immer extremeren bahnen mit von der partie. andrerseits lässt sich zum beispiel auf dem petersplatz die 539 jahre andauernde tradition noch gut miterleben.
die bilder sind nicht bahnbrechend neu oder super kreativ, aber als bild des monats doch charakteristisch für die jahreszeit und somit ausreichend. entstanden sind sie für das monatsthema im hassi-forum.
die technischen daten: hasselblad 500c, fujichrome velvia 100, zeiss planar 80mm f/2.8 (oberes bild), zeiss distagon 50mm f/4 (unteres bild), scan ab film. beide bilder sind ziemlich offenblendig und mit zeiten im bereich von 1/1 bis 1/30 sek. aufgenommen worden.
wie im beitrag über die kohärenz von helligkeit und bildwichtigen elementen ausgeführt, möchte ich euch heute ein paar beispiele einer wunderschönen taufe zeigen.
aus rücksicht auf die privatsphäre gibt es diesmal keine grösseren bilder zu sehen.
die kohärenz von helligkeit und bildwichtigen elementen kristallisiert sich je länger je klarer als grundlegendes gestaltungsmittel meiner freien arbeiten aus. es ist gerade bei monochromen bildern eine möglichkeit das auge des betrachters auf subtile weise gezielt zu lenken.
da bei reportagen (mit gestalterischem spielraum!) nicht wie im studio die möglichkeit besteht das licht absolut zu kontrollieren, bekommt die nachträgliche ausarbeitung eine besonders wichtige rolle.
die idee, dass verschiedene bildbereiche unterschiedliche gradiationen aufweisen ist nicht neu. ursprünglich kommt diese art der ausbelichtung aus der landschaftsfotografie. perfektioniert wurde dieser gedanke dann von ansel adams.
einer der diese techniken auch im bereich der portrait- und reportagefotografie einsetzt ist der australier marcus bell. hier ein kurzer clip mit einblick in die arbeit von marcus.
mit der zeit hat sich somit auch die ausarbeitung meiner bilder verändert und weiterentwickelt. wo früher die vignettierung in verschiedenen stärken zum einsatz kam kommen heute verschiedene gradiationseinstellebenen mit radialen und linearen verläufen, die dann noch punktuell ergänzt werden, zum einsatz. manchmal werden die ebenenmasken sogar gleich von hand angelegt.
zwei punkte möchte ich noch hervorheben:
ich vertrete nach wie vor die meinung, dass ein bild im kopf entsteht und nicht in der kamera. die daten die aus der kamera kommen müssen in der ausarbeitung noch an das “gesehene bild” angeglichen werden. ich halte nichts davon irgendein bild in ein bearbeitungsprogramm zu laden und vordefinierte aktionen darauf anzuwenden oder einfach mal an den reglern zu drehen.
gute schwarzweissbilder können nur aus farblich korrekten grundlagen konvertiert werden. deshalb ist der raw-converter für mich ein wichtiges, wenn auch ein zeitintensives tool.
um noch ein wenig fleisch an den knochen zu geben hier ein beispiel von einer kürzlich miterlebten taufe. vielleicht darf ich euch später noch mehr bilder dieses anlasses zeigen.
nein, es ist nicht der täufling. es sind einfach drei sympatische gäste.
nachdem in letzter zeit in diesem blog eher schwarzweiss überhand hatte geht es heute wieder bunt zu und her.
am vergangenen wochenende haben die jungs von feedback am bandcontest rocktober teilgenommen. gewonnen haben sie leider nicht, ein wenig trost hingegen sind diese bilder.
ein grosses lob muss ich den jungs aussprechen, die das licht installiert haben! ich konnte den ganzen event available light aufnehmen.
ich werde bald mal noch ein photoshoptutorial über das verschwinden von störenden mikrofonen schreiben. wer jetzt an den guten alten kopierstempel denkt, liegt falsch!
bei den beiden hochformatbildern habe ich aus ästhetischen gründen in die trickkiste von photoshop gegriffen.
wer die bilder grösser sehen möchte klickt darauf.
kürzlich habe ich mit der band feedback ein portraitshooting gemacht. den älteren lesern dieses blogs dürften einige der gesichter schon bekannt vorkommen.
an dieser stelle möchte ich euch das lightsetting der headshots aufskizzieren.
als location habe ich das dreispitzareal in basel vorgeschlagen. die headshots haben wir vor einem älteren holzschuppen im schatten eines grossen gebäudes gemacht. das licht war dort schön weich, aber die strassenflucht (parallel zum bild) trotz schatten zu zu starken seilichen lichteinfällen geführt.
so hätte das ganze ohne weitere massnahmen ausgesehen:
um die gesichter ein weig harmonischer auszuleuchten habe ich einem bandmitglied einen weissen reflektor in die hand gedrückt und seitlich zwischen mir und der zu portraitierenden person aufgestellt. diesen reflektor habe ich dann mit dem aufsteckblitz auf der kamera angeblitzt. in etwa so:
nach dem in den vergangenen monaten das bild des monats immer im zusammenhang mit anderen bildern stand, kommt diesen monat wieder ein solitäres bild zum zug.
wer das bild grösser sehen möchte klickt darauf.
entstanden ist dieses bild am vergangenen wochenende im tessin. es ist der obere bergsee der laghetti della miniera oberhalb von airolo.
noch ein paar technische eckpunkte: hasselblad 500c, zeiss planar 80mm f/2.8, ilford fp4 125 (auf 100 asa belichtet), nd 3.0 filter, (mangels stoppuhr) gefühlte 4 sek. belichtet, scan vom negativ.
hier nun wie versprochen ein paar bilder, die ich mit der hassi in unserem urlaub aufgenommen habe.
es sind drei typologische bildpaare.
und für die technikfreaks unter euch: entstanden sind alle bilder mit einer hasselblad 500c, den alten c-optiken 80mm f/2.8 planar oder dem 250mm f/5.6 sonnar. im weiteren habe ich einen nd-filter 3.0 verwendet, welcher überhaupt erst belichtungszeiten von über einer minute auf den ilford delta 100 ermöglichten.
wie versprochen zeige ich euch heute die dokumentation von der riviera dei fiori. alle bilder sind entlang der via aurelia zwischen laigueglia und cervo entstanden. aufgenommen habe ich alle bilder mit meiner kürzlich online ersteigerten polaroid sx-70 sonnar.
auf den zusatz sonnar könnte ich aber gerne verzichten, denn der autofokus ist alles andere als zuverlässig. gerade auf kürzere distanzen ist es ratsam manuell zu fokusieren, denn die preise für eine kassette mit 8 bildern sind derart hoch, dass eine fehlauslösung mit einem “fünflieber” zu buche schlägt.
abgesehen davon war es eine tolle erfahrung. denn man muss sich auf die kamera einlassen. kein zoom, fast keine einstellungen und der kontrastumfang der polaroidbilder ist derart klein, dass die schattenpartien in einem bild fast keine zeichnung mehr erhalten.
es ist schon faszinierend, zusehen zu können wie sich das bild entwickelt.
… ist hierzulande leider häufig in junkfoodlokalen anzutreffen. die vergangenen tage ich war im heimatland der pizza und glaubt mir, im richtigen “ristorante” kann man mit “tutta la famiglia” einen ganzen abend lang verschiedenste unbekannte und köstlichste pizzakreationen geniessen. doch was hat das mit fotografie zu tun? in letzter zeit war bei meinen digitalen arbeiten da eine gewisse parallele zu erkennen. und dem möchte ich nun ein paar langsame und ruhige bilder entgegensetzen.
leider war das wetter nicht immer im klassischen postkartenstiel anzutreffen, was mich aber nur teilweise gestört hat.
um die sinnlichkeit des fotografierens für mich ein wenig zurückzuerobern, habe ich die canon fast nur für die bilder fürs familienalbum dabei gehabt. hauptsächlich war ich mit der hasselblad unterwegs. und ich habe mir, wie auch für’s pizzaessen, viel zeit gelassen. die belichtungszeiten lagen nicht im bereich von bruchteilen von sekunden sondern wurden von hand in minuten gestoppt. bei dieser gelegenheit habe ich zum einen mit dem für mich neuen efke 25 film experiementiert und endlich auch ein paar bilder am meer mit dem nd-filter 3.0 ((dazu ein guter beitrag bei ronny) auf meinen alten c-optiken machen können. diese bilder werden wie immer ein bisschen mehr zeit benötigen, bis sie hier gezeigt werden, das ist aber auch gut so.
da haben die polaroidbilder aus meiner sx-70 einen unschlagbaren vorteil. sie sind 5 minuten nach dem auslösen fertig. kein bearbeiten in photoshop, kein entwickeln in verschiedenen bädern, ich muss sie einfach noch einscannen und das ist für diese woche geplant. entstanden ist eine kleine aber feine dokumentation über die riviera dei fiori. mehr dazu, wenn die bilder online sind.
als kleines “amuse-œil” hier ein bild aus laigueglia.
vom thema her gehören mitzieher in die rubrik der bewegungsunschärfe. doch wird bei einem mitzieher nicht die bewegung “verschwommen” dargestellt, sondern der statische hintergrund. das prinzip ist denkbar einfach: die bewegung des motivs muss mit der kamera verfolgt werden. zusätzlich ist eine etwas längere belichtungszeit nötig um den hintergrund durch die verfolgungbewegung der kamera verschwischen zu lassen. in meinem fall war das für einen brennweitenbereich von ca. 24 – 35 mm eine belichtungszeit von ca. 1/20 sek. nötig. eine faustformel dazu gibt es nicht, denn es ist neben der brennweite auch von der geschwindigkeit des motivs abhängig.
unter umständen kann auch ein stativ hilfreich sein. doch auch das ist motivabhängig und kann auch die bewgungsfreiheit zu fest einschränken.
"photographieren, das ist eine art zu schreien, sich zu befreien... es ist eine art zu leben." um es mit den worten von henri cartier-bresson zu sagen.
in diesem blog sollen bilder im zentrum stehen. gute bilder und wie man zu solchen kommt. denn nur gute bilder können schreien und befreien, beziehungsweise den betrachter zum schreien auffordern oder befreiend wirken.
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