wie ihr warscheinlich schon bemerkt habt geht es in letzter zeit hier etwas ruhiger zu und her. dies hat den grund, dass ich mich gerade im thesissemester meines studiums befinde und mich voll darauf konzentriere. die fotografie hat dem entsprechend nur die zweckdienliche rolle als modellfotografie. es folgt ein kleiner einblick:
die folgenden zwei bilder sind grundverschieden. das obere versucht eine stimmung zu vermitteln. mit knapper schärfe und farbe spricht es den betrachter auf der emotionalen ebene an. das untere soll einen eindruck des raumes in der gebäudestruktur vermitteln. die monochrome umsetzung betont raum, struktur und textur.
bei mouseover seht ihr die erschliessung der gebäudestruktur.
… für alle technickwunderfitze:
alle drei bilder habe ich mit einer 5d und dem 16-35mm f/2.8 L USM von canon gemacht. das obere bild ist relativ offenblendig und die
beim stilpiraten gab es kürzlich für studenten ein adobe photoshop cs5 extended zu gewinnen. eine feine sache, auch wenn die teilnahmefrist inzwischen abgelaufen ist.
photoshop verwende ich oft für die fotografie, trotzdem habe ich mir mal überlegt wo ich photoshop für mein studium verwende und wie wichtig es ist. beim ranking der verwendeten programme rangiert es je nach projekt zwischen platz zwei und vier. und deshalb gibt es heute thematisch einen kleinen ausflug.
natürlich sind meine beispiele bescheiden im vergleich zu den meisterwerken von philipp schaerer.
besonders beeindruckt hat mich beim zusammenstellen dieses beitrags die unterschiedlichsten einsatzmöglichkeiten von photoshop. deshalb werde ich bei den folgenden beispielen stichwortartig die bearbeitungsschritte aufskizzieren.
das erste beispiel stammt aus einem ideenwettbewerb für das aargauer kunsthaus vom vergangenen semester.
diese darstellung ist das produkt einer teamarbeit, wobei mein beitrag im finish mit photoshop liegt. das ausgangsmaterial machte zum einen einen zu düsteren eindruck und erschien uns zu realistisch. wir wollten dieser visualisierung noch einen skizzenhaften touch verleihen.
als erstes habe ich eine neue ebene darüber angelegt und mit weiss gefüllt. dann diese wiederum mit einer ebenenmaske versehen, in welcher ich die bildwichtigen elemente mit einem ganz weichen pinsel und geringer deckkraft schwarz übermalt habe. das ziel hier war das auge des betrachters mit der erhöhten deckkraft zu lenken. danach haben wir das feintuning über die deckkraft der ebenen geregelt.
der zweite schritt bestand darin die fassadenpläne mit der fotofrafie zu überlagern um so dieses skizzenhafte zu erreichen. hier ist es empfehlenswert die pläne so weit wie möglich im cad zu bereinigen, sodass nach dem import eine reine strichzeichnung angezeigt wird. der rest ist mit transformieren schnell erreicht. dabei ist die klare organisation der unterschiedlichen ebenen nicht zu unterschätzen.
beim zweiten beispiel ging es darum die kohärenz von tageszeit, raumnutzung, raumorientierung und besonnung darzustellen.
hier war der einsatz von photoshop ein komplett anderer. die einzelnen elemente habe ich zweidimensonal im cad aufgezeichnet, als pdf abgespeichert und dann in photoshop importiert. beim import ist darauf zu achten, dass das pdf ohne beschnitt importiert wird.
dann habe ich eine aktion aufgezeichnet, mit welcher ich die transformation festgehalten habe, um sie genau gleich auf die anderen elemente anzuwenden. der rest ist einfaches zusammensetzen und spielen mit den deckkräften der einzelnen ebenen.
beim dritten beispiel ging es darum den grünraum in einen schwarzplan darzustellen. die mühsame selektionsarbeit habe ich photoshop machen lassen.
als erstes ist es sinnvoll den schwarzplan aus dem cad ins photoshop zu importieren, auch wenn die einzelnen elemente schwarzplan und grünraum danach einzeln in indesign oder ilustrator zusammengefügt werden. der schwarzplan dient vor allem der orientierung beim ausrichten und zuschneiden des satellitenbildes oder des screenshots aus google earth.
als erstes habe ich die grün-ebene dupliziert und mit dem kanalmixer so nach schwarzweiss konvertiert, dass die grünen flächen beinahe weiss wurden und die anderen kanäle habe ich gegen schwarz reduziert. gegebenen falls sind noch feine tonwertanpassungen nötig.
danach habe ich dieses “bild” als ebenenmaske in der originalen grün-ebene eingefügt und somit werden nur noch die grünflächen ausgegeben. wer die nicht grünen flächen transparend dargestellt haben möchte könnte dann noch durch rechtsklick auf die ebene mit “ebenenmaske anwenden” die nicht grünen flächen eliminieren.
hier noch ein screenshot der ebenen. die beiden “farbton / sättigung” einstellebenen sind projektspezifisch und haben nicht direkt mit dem oben beschriebenen prozess zu tun.
zum schluss als goodie ein paar bewegte bilder für alle, die bis hier her gelesen haben.
es gibt tage, an denen ich in photoshop shortcuts denke. oder einmal ist es mir passiert, dass ich mit der maus mein iphone greifen wollte, welches auf dem tisch lag. bin ich ein freak? daher könnte es auch verständlich sein, dass mir dieser clip, den ich im photoshop weblog gefunden habe, äusserst sympathisch ist.
heute möchte ich euch einen kleinen gruss aus unserem urlaub an der costa daurada schicken.
mit im gepäck habe ich auch die hasselblad, mit welcher ich am bisher einzigen regnerischen nachmittag ein paar bilder an der promenade gemacht habe, auf welche ich mich sehr freue.
ich melde mich bald. dann wieder mit ein paar visuellen eindrücken, richtiger tastatur und nicht nur mit iphone-getippe.
sebastian und ich haben es endlich geschafft unsere homepage ins netz zu stellen und hoffen, dass sie euch gefällt. es wird zwar möglicherweise noch an der einen oder anderen ecke kleinere optimierungen geben, aber das soll der freude keinen abbruch tun, dass es ist nun möglich ist unsere arbeiten online anzuschauen.
auch der blog wurde nochmals leicht überarbeitet.
an dieser stelle möchten wir auch unseren fleissigen und kompetenten helfern danken.
das schöne design kommt von sonja weckerlin und für die technische umsetzung war sämy zehnder von gorrion zuständig.
in letzter zeit ertappe ich mich selbst immer wieder, wie ich im blog von marcus bell den artikel mit bildern von einem babyshooting aufrufe und mir anschaue. es sind wundervolle bilder.
doch ich schaue mir die bilder nicht grundlos an. noch diesen frühling werde ich vater und ich freue mich riesig. vileicht zeige ich euch dann auch das eine oder andere bild.
um die wartezeit zu verkürzen, habe ich meine freundin mal ins studio eingeladen.
ich bitte mir die angeschnittenen finger zu verzeihen. es ist nicht leicht als fotograf selbst noch auf einen studiobild mit drauf zu sein.
"photographieren, das ist eine art zu schreien, sich zu befreien... es ist eine art zu leben." um es mit den worten von henri cartier-bresson zu sagen.
in diesem blog sollen bilder im zentrum stehen. gute bilder und wie man zu solchen kommt. denn nur gute bilder können schreien und befreien, beziehungsweise den betrachter zum schreien auffordern oder befreiend wirken.
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