heute möchte ich euer augenmerk auf einen fotografen lenken, der meines erachtens in der monochromen fine art fotografie, fern ab der klassischen bildersprache von kenna, horn, hoflehner und co, ästhetisch eine neue generation begründet hat.
die rede ist vom engadiner guido baselgia. seine arbeiten beeindrucken von ihrer präzise fokussierte themenwahl bis hin zum manuell ausbelichteten bromsilberschichtabzug. die absolut reduziert inszenierten motive steine, eis und licht sind vorzüglichster sehgenuss.
beim stilpiraten gab es kürzlich für studenten ein adobe photoshop cs5 extended zu gewinnen. eine feine sache, auch wenn die teilnahmefrist inzwischen abgelaufen ist.
photoshop verwende ich oft für die fotografie, trotzdem habe ich mir mal überlegt wo ich photoshop für mein studium verwende und wie wichtig es ist. beim ranking der verwendeten programme rangiert es je nach projekt zwischen platz zwei und vier. und deshalb gibt es heute thematisch einen kleinen ausflug.
natürlich sind meine beispiele bescheiden im vergleich zu den meisterwerken von philipp schaerer.
besonders beeindruckt hat mich beim zusammenstellen dieses beitrags die unterschiedlichsten einsatzmöglichkeiten von photoshop. deshalb werde ich bei den folgenden beispielen stichwortartig die bearbeitungsschritte aufskizzieren.
das erste beispiel stammt aus einem ideenwettbewerb für das aargauer kunsthaus vom vergangenen semester.
diese darstellung ist das produkt einer teamarbeit, wobei mein beitrag im finish mit photoshop liegt. das ausgangsmaterial machte zum einen einen zu düsteren eindruck und erschien uns zu realistisch. wir wollten dieser visualisierung noch einen skizzenhaften touch verleihen.
als erstes habe ich eine neue ebene darüber angelegt und mit weiss gefüllt. dann diese wiederum mit einer ebenenmaske versehen, in welcher ich die bildwichtigen elemente mit einem ganz weichen pinsel und geringer deckkraft schwarz übermalt habe. das ziel hier war das auge des betrachters mit der erhöhten deckkraft zu lenken. danach haben wir das feintuning über die deckkraft der ebenen geregelt.
der zweite schritt bestand darin die fassadenpläne mit der fotofrafie zu überlagern um so dieses skizzenhafte zu erreichen. hier ist es empfehlenswert die pläne so weit wie möglich im cad zu bereinigen, sodass nach dem import eine reine strichzeichnung angezeigt wird. der rest ist mit transformieren schnell erreicht. dabei ist die klare organisation der unterschiedlichen ebenen nicht zu unterschätzen.
beim zweiten beispiel ging es darum die kohärenz von tageszeit, raumnutzung, raumorientierung und besonnung darzustellen.
hier war der einsatz von photoshop ein komplett anderer. die einzelnen elemente habe ich zweidimensonal im cad aufgezeichnet, als pdf abgespeichert und dann in photoshop importiert. beim import ist darauf zu achten, dass das pdf ohne beschnitt importiert wird.
dann habe ich eine aktion aufgezeichnet, mit welcher ich die transformation festgehalten habe, um sie genau gleich auf die anderen elemente anzuwenden. der rest ist einfaches zusammensetzen und spielen mit den deckkräften der einzelnen ebenen.
beim dritten beispiel ging es darum den grünraum in einen schwarzplan darzustellen. die mühsame selektionsarbeit habe ich photoshop machen lassen.
als erstes ist es sinnvoll den schwarzplan aus dem cad ins photoshop zu importieren, auch wenn die einzelnen elemente schwarzplan und grünraum danach einzeln in indesign oder ilustrator zusammengefügt werden. der schwarzplan dient vor allem der orientierung beim ausrichten und zuschneiden des satellitenbildes oder des screenshots aus google earth.
als erstes habe ich die grün-ebene dupliziert und mit dem kanalmixer so nach schwarzweiss konvertiert, dass die grünen flächen beinahe weiss wurden und die anderen kanäle habe ich gegen schwarz reduziert. gegebenen falls sind noch feine tonwertanpassungen nötig.
danach habe ich dieses “bild” als ebenenmaske in der originalen grün-ebene eingefügt und somit werden nur noch die grünflächen ausgegeben. wer die nicht grünen flächen transparend dargestellt haben möchte könnte dann noch durch rechtsklick auf die ebene mit “ebenenmaske anwenden” die nicht grünen flächen eliminieren.
hier noch ein screenshot der ebenen. die beiden “farbton / sättigung” einstellebenen sind projektspezifisch und haben nicht direkt mit dem oben beschriebenen prozess zu tun.
zum schluss als goodie ein paar bewegte bilder für alle, die bis hier her gelesen haben.
es gibt tage, an denen ich in photoshop shortcuts denke. oder einmal ist es mir passiert, dass ich mit der maus mein iphone greifen wollte, welches auf dem tisch lag. bin ich ein freak? daher könnte es auch verständlich sein, dass mir dieser clip, den ich im photoshop weblog gefunden habe, äusserst sympathisch ist.
in der fotografie geht es oft um nichts anderes, als die richtigen momente zu erwischen.
über reetovongunten.com bin ich auf ein herrlichen kurzfilm von william hoffmann gestossen, den ich euch heute empfehlen möchte. es geht um nichts anderes als momente, im leben von uns allen.
ein weiteres fundstück aus den tiefen des www.
nachdem in letzter zeit die hier vorgestellten fotografen die monochrome darstellung bevorzugt haben, kommt heute einer, der die natur versucht in ihrer ganzen farbenpracht abzubilden.
man sieht seinen bildern an, dass er sein handwerk versteht.
viel spass beim betrachten der arbeiten von cornelius.
zur zeit läuft eine ausstellung, auf die ich euch aufmerksahm machen möchte. mein architekturfotografieprofessor roger frei zeigt zusammen mit hannes henz seine arbeiten im architekturfoyer an der eth zürich.
öffnungszeiten
do 30.09.2010 – do 21.10.2010
mo – fr 08:00 – 22:00, sa, so und feiertage geschlossen
ihr habt schon richtig gelesen. ein baummuseum gibt es in rapperswil-jona. es ist ein wunderschön gestalteter landschaftsgarten, der mit wahrhaften baumpersönlichkeiten besetzt ist. hier ein paar eindrücke.
ich schreibe darüber, weil ich damals bei der eröffnung einen kleinen auftrag hatte, den ich digital erfüllt habe. dem motivpotenzial dieses parks konnte ich aber nicht gerecht werden. es ist gewaltig, was dort an unterschiedlichen und imposanten bäumen auf relativ kleinem raum anzutreffen ist. schlussendlich ist auch die gekonnte präsentation etwas, das für fotografierende mit ein grund für mehrere besuche sein kann und soll.
hier gibt es noch einen blick in die entstehungsgeschichte es baummuseums:
baummuseum
buechstrasse 12
8645 rapperswil-jona
öffnungszeiten
märz bis oktober
mo bis fr 09.00 bis 18.30
sa 10.00 bis 17.00
november bis februar
mo bisfr 09.00 bis 17.30
sa 10.00 bis 16.00
hier bin ich via fototv.de auf einen sehr interessanten clip über den schweizer michael von graffenried gestossen. diese knapp 10 minuten kann ich euch bestens empfehlen.
durch den erfolg des impossible-projects hat das interesse an polaroid in letzter zeit stark zugenommen.
ein kleiner wermutstropfen ist, dass durch den dadurch ausgelösten hype meine polaroidarbeiten ein wenig in an individualität verlieren. dafür gibt es wieder futter für meine sx-70.
da ich die nächsten tage mit meinem semesterendspurt beschäftigt bin, sind das für mich genug gründe euch mit drei clips zu versorgen, die die manipulationsmöglichkeiten von polaroid wunderbar darstellen.
"photographieren, das ist eine art zu schreien, sich zu befreien... es ist eine art zu leben." um es mit den worten von henri cartier-bresson zu sagen.
in diesem blog sollen bilder im zentrum stehen. gute bilder und wie man zu solchen kommt. denn nur gute bilder können schreien und befreien, beziehungsweise den betrachter zum schreien auffordern oder befreiend wirken.
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