fotoflohmarkt binningen
wie alle jahre findet im binninger kronenmattsaal die fotobörse statt.
sonntag, 27. märz 2011
10:00 – 16:00 uhr

weitere infos gibt es hier.
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sonntag, 27. märz 2011
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in meiner aktuellen faszination für die dokumentationsfotografie möchte ich eure aufmerksamkeit auf john bennett fitts lenken.
seine serie “no lifeguard on duty” hat es mir besonders angetan. was macht die ruhe in diesen bildern aus? ist es nur die absenz von menschen? ist es motivbedingt? gibt es fotografische gründe?
übrigens: entdeckt habe ich john damals im schon beachtlich reichhaltigen projektpool 500photographers von pieter wisse.
… fasziniert, ja fesselt.
… ist etwas, was mich immer mehr beschäftigt.
… ist etwas, das ich an guter dokumentationsfotografie liebe.
ich behaupte, dass es sehr schwierig ist ein gutes und richtig ruhiges bild zu komponieren.
heute ein ungewohnter versuch von mir. auch wenn das bild farbig ist, strahlt es eine gewisse ruhe aus. für mich ist diese ruhe zum einen durch das motiv aber auch durch den (sehr einfachen, aber bewusst gewählten) bildaufbau begründet.

was denkt ihr über die ruhe in bildern und im zusammenhang mit der fotografie? was denkt ihr über dieses bild?
die technik ist diesmal noch unwichtiger als sonst.
heute nehmen wir stichprobenartig die lightroomprozesse unter die lupe, die einige der bilder aus dem artikel partyknipser durchlaufen haben.
anhand von gegenüberstellungen vorher – nachher und stichwortartigen beschreibungen sollen die einzelnen schritte unkompliziert aufgezeigt werden.
mein grundprinzip in der ausarbeitung von bildern findet auch hier bestätigung. “die kohärenz von helligkeit und bildwichtigen elementen.” detailiertere ausführungen dazu sind hier zu finden.
die bilder, die schlussendlich monochrom umgesetzt wurden, habe ich zuerst farblich korrigiert, denn nur farblich ausgewogene ausgangsbilder ergeben knackige schwarzweissbilder.
nun aber los: bild 1
ein junger mann in anzug und melone sitzt an der bar und hält ein sherryglas in der hand. sein blick schweift links aus dem bild, möglicherweise zu einem verdeckten gesprächspartner. durch die weit geöffnete blende wird der betrachter kaum von dem umgebenden fest abgelenkt. diese freistellung soll durch die ausarbeitung noch versärkt werden.

bei mouseover seht ihr wie das bild aus der kamera kam.
die einzelnen schritte:
so sieht das bild nach der grundbearbeitung und vor der monochromkonvertierung aus:

hinzu kommt, dass durch das wegfallen der farben die kontraste und gestaltungselemente der ausarbeitung verstärkt werden können.
bild 2
ein paar spielt tischfussball. die verrauchte szenerie wird von einer lampe über dem tisch erhellt. der aufhänger des bildes ist ihr lächeln. die ausarbeitung soll den kontrast zwischen der schummrig, verrauchten stimmung und ihrem lächeln hervorheben.

bei mouseover seht ihr wie das bild aus der kamera kam.
die herangehensweise unterscheidet sich vom obigen bild in der grundausarbeitung kaum.
die einzelnen schritte:
wenn tutorials dieser art auf interesse stossen, könnte ich zb. noch diese beiden bilder aus der serie erläutern.
beim durchlesen des artikels habe ich bemerkt, dass beide bearbeitungsbeispiele oben eine starke vignette haben. eine vignette ist aber nicht per se ein mittel für bessere bilder. das erste bild hier unterhalb kommt z.b. gänzlich ohne aus.

bei mouseover seht ihr wie das bild aus der kamera kam.

bei mouseover seht ihr wie das bild aus der kamera kam.
um es vorweg zu nehmen: nein, ich mag die weit verbreitete art von partyknipserei mit viel blitz und weitwinkel und noch mehr ausschnitt nicht.
hingegen wenn mich mein bruder fragt, ob ich an seinem 25. geburtstag ein paar bilder mache, dann komme ich diesem wunsch gerne nach. wenn auch auf meine eigene art.
da es für diesen artikel essenziell ist, nehmen wir das mal vor die bilder:
| … für alle technickwunderfitze: ich habe den ganzen abend auf das blitzen verzichtet. alle bilder sind mit einer 5d gemacht worden. auf der einen hatte ich das 50mm f/1.4 und selten habe ich die andere mit dem 20mm f/2.8 eingesetzt. |
es war zwar stockdunkel, aber die (licht-)stimmung im 1. stock wollte nicht stören. die verschlusszeiten waren trotz iso 3200 und blendenwerten > 2.0 manchmal unter einer 1/20 sek. aber wenn ich nur “ein paar bilder” machen muss, kann ich notfalls immer noch das eine oder andere in der tiefen ablage archivieren.
bei gelegenheit werde ich mal noch einzelne lightroominfos zur ausarbeitung nachliefern.
wer sich gleich alle bilder ansehen möchte, kann das gerne im burgerblog tun.




morgen geht die ausstellung von håkan strand in der ad-galerie in genolier zu ende.
wer es nicht geschafft hat sich die ausstellung anzuschauen, oder die arbeiten von håkan noch nicht kennt, kann entweder einen blick ins blur werfen, oder sich auf seiner homepage durch die zahlreichen und vielfältigen portfolios klicken.
kürzlich hatte ich euch in einem bilderrätsel gefragt, wo ich vergangene woche war.
dieses bild hier dürfte eindeutiger sein…

die lösung latutet natürlich venedig.
hier im blog war andreas der schnellste.
| … für alle technickwunderfitze: es kam die hasselblad 500c, zeiss distagon c 50mm f/4.0 und der ilford delta 100 zum einsatz. |
“die meisten leute versuchen zu viel in ihre bilder zu integrieren. wenn ihr ein kind fotografieren wollt, dass auf der wiese spielt, dann fotografiert das kind und nicht die bäume, das haus und alles andere rundherum. fotografie ist eine einfache aussage und je klarer desto besser.”
eliot elisofon

ich bin gespannt, wie lange es dauert, bis es herausgefunden wurde…
| … für alle technickwunderfitze: es kam die hasselblad 500c, zeiss planar c 80mm f/2.8 und der ilford delta 100 zum zug. |