Sep 24 2010

baummuseum

ihr habt schon richtig gelesen. ein baummuseum gibt es in rapperswil-jona. es ist ein wunderschön gestalteter landschaftsgarten, der mit wahrhaften baumpersönlichkeiten besetzt ist. hier ein paar eindrücke.

ich schreibe darüber, weil ich damals bei der eröffnung einen kleinen auftrag hatte, den ich digital erfüllt habe. dem motivpotenzial dieses parks konnte ich aber nicht gerecht werden. es ist gewaltig, was dort an unterschiedlichen und imposanten bäumen auf relativ kleinem raum anzutreffen ist. schlussendlich ist auch die gekonnte präsentation etwas, das für fotografierende mit ein grund für mehrere besuche sein kann und soll.

hier gibt es noch einen blick in die entstehungsgeschichte es baummuseums:

Schweiz aktuell vom 16.06.2010

baummuseum
buechstrasse 12
8645 rapperswil-jona

öffnungszeiten
märz bis oktober
mo bis fr 09.00 bis 18.30
sa 10.00 bis 17.00
november bis februar
mo bisfr 09.00 bis 17.30
sa 10.00 bis 16.00

erwachsene: 15.- chf
studenten: 12.- chf

weitere informationen unter www.enea.ch.


Sep 17 2010

nicht die erdkrümmung

bevor es morgen an eine weitere hochzeit und am montag dann auch mit dem studium weiter geht, habe ich heute einen kurzen blick auf die bilder von unserem urlaub geworfen.

fotografieren war nebensache in den vergangenen zwei wochen. ich bin nur zweimal für ein paar stunden mit meiner hasselblad los gezogen und habe drei 120er filme belichtet. die canon hatte ich nur für diese bilder hier im blog mitgenommen.

hier sind drei 100% ausschnitte vom obersten bild entlang des horizonts. dieses bild habe ich mit dem canon 24-70mm f/2.8 L USM mit 1/250 sek. f/4 bei 24mm an einer vollformatkamera aufgenommen.

was soll ich sagen… ich mag das objektiv auf hochzeitsreportagen sehr, hingegen für solche bilder mit klaren geometrien taugt es absolut nichts. die bilder sind eine ernüchternde vorschau auf die analogen bilder.

“gut ding will halt eben doch weile haben!”


Aug 8 2010

noch mehr hochzeit

wie das halt so im sommer ist, haben gleich mehrere paare geheiratet.

heute möchte ich hier wieder einmal ein paar bilder von mir zeigen. wobei das so nicht ganz stimmt. es hat ein kuckucksei drunter.
ende juni haben sebastian und ich die wunderschöne hochzeit einer studienkollegin von mir begleiten dürfen.

wer findet heraus welches bild nicht von mir ist?
die exifs könnten täuschen, da jeder von uns die erstbeste kamera aus der tasche nimmt.

die neugierigen unter euch finden noch mehr bilder dieser hochzeit im fineart-wedding-blog.


Mrz 12 2010

ein schmaler grat

was darf bildbearbeitung? ist es legitim mit photoshop einen f/2.8 mangel im ultraweitwinkelbereich zu kompensieren?

es ist mein ziel vom bildaufbau her gute bilder zu generieren, die aber nicht jeglichen technisch-klassischen möglichkeiten entbehren.
somit beantworte ich für mich die rhetorische frage von oben mit ja.

bei diesem bild hatte mir einerseits die tiefe gefehlt und anderseits war es unvorteilhaft, dass der bräutigam der braut aus dem kopf herauswächst. (vergleiche unten)
mit dem eingriff konnte ich die szene in unterschiedliche bildschichten aufteilen. die braut, die die trauzeugin umarmt ist im vordergrund und der brautvater, der dem bräutigam gratuliert ist im hintergrund.

in photoshop ist das ganze keine bahnbrechende neuheit. bekannt sind die bearbeitungsschritte aus den vielen fake tilt und shift tutorials.

  • ebene duplizieren
  • das duplikat weichzeichnen (zb. mit dem gaussschen weichzeichner)
  • ebenenmaske anlegen und die scharfen bereiche mit schwarzem pinsel ausmalen

hellrot eingefärbt ist die relevante hintergrundebene (mit korrektur der stürzenden linien)

dunkelrot eingefärbt ist die weichgezeichnete ebenenkopie, in der mit der ebenenmaske der wirkungsbereich angelegt ist.

die meisten restlichen einstellebenen sind bestandteil einer meiner aktionen, wobei die ebene “sättigung” äusserst selten zum einsatz kommt.

von vollautomatisierten prozessen halte ich wenig, denn ich überlasse die wirkung eines bildes nicht dem komputer. der vorteil einer solchen aktion, die die meisten nötigen einstellebenen erstellt besteht darin, dass mit wenigen klicks die gewünschten werte angeben und gegebenenfalls mit wenigen pinselstrichen die ebenenmaske angelegt werden kann.

zum schluss noch einen blick auf die ausgangsdatei:


Mrz 1 2010

basler fasnacht 2010

der titel des letzten beitrags in diesem blog hier hat sich als sehr symtomatisch herausgestellt. über die gründe möchte ich noch nicht all zu viel verraten, aber es hat sich einiges getan, das bald vorgestellt werden wird.

vor einer woche hatte die fünfte jahreszeit auch basel fest im griff. diese gelegenheit haben mein freund sebastian und ich benutzt und haben ein paar bilder geschossen.

von der herangehensweise habe ich im vergleich zu 2009 nicht viel verändert, nur dass ich zwischenzeitlich das 50mm f/1.4 gegen das 30mm f/1.4 von sebastian ausgetauscht habe.

wer die bilder grösser sehen möchte klickt darauf.


Dez 19 2009

babyshooting

vor einer woche war ich über mittag mit der kleinen anouk und ihrer mutter im studio.

wer die bilder grösser sehen möchte klickt darauf.

das spezielle an einem shooting mit kleinkindern ist, dass man das setting nicht auf den zentimeter genau planen soll. es ist von der ausleuchtung her eine gewisse flexibilität erforderlich. hier sind grosse reflektoren und lichtformer für das hauptlicht von vorteil. den hintergrund habe ich symmetrisch mit zwei striplights ausgeleuchtet.
hier noch eine skizze:

auch bei der wahl des objektivs habe ich mich für das 24-70mm f/2.8 entschieden, um in den spontanen situationen schnell genug reagieren zu können.
wenn der zeitpunkt des shootings an den rhythmus des babys angepasst werden kann, wirkt sich das ebenfalls positiv auf die bilder aus. der gesichtsausdruck auf dem ersten bild ist nur einmal witzig.


Nov 6 2009

eine wunderschöne taufe

wie im beitrag über die kohärenz von helligkeit und bildwichtigen elementen ausgeführt, möchte ich euch heute ein paar beispiele einer wunderschönen taufe zeigen.

aus rücksicht auf die privatsphäre gibt es diesmal keine grösseren bilder zu sehen.

~


Nov 1 2009

kohärenz

die kohärenz von helligkeit und bildwichtigen elementen kristallisiert sich je länger je klarer als grundlegendes gestaltungsmittel meiner freien arbeiten aus. es ist gerade bei monochromen bildern eine möglichkeit das auge des betrachters auf subtile weise gezielt zu lenken.
da bei reportagen (mit gestalterischem spielraum!) nicht wie im studio die möglichkeit besteht das licht absolut zu kontrollieren, bekommt die nachträgliche ausarbeitung eine besonders wichtige rolle.

die idee, dass verschiedene bildbereiche unterschiedliche gradiationen aufweisen ist nicht neu. ursprünglich kommt diese art der ausbelichtung aus der landschaftsfotografie. perfektioniert wurde dieser gedanke dann von ansel adams.

einer der diese techniken auch im bereich der portrait- und reportagefotografie einsetzt ist der australier marcus bell. hier ein kurzer clip mit einblick in die arbeit von marcus.

mit der zeit hat sich somit auch die ausarbeitung meiner bilder verändert und weiterentwickelt. wo früher die vignettierung in verschiedenen stärken zum einsatz kam kommen heute verschiedene gradiationseinstellebenen mit radialen und linearen verläufen, die dann noch punktuell ergänzt werden, zum einsatz. manchmal werden die ebenenmasken sogar gleich von hand angelegt.

zwei punkte möchte ich noch hervorheben:

  1. ich vertrete nach wie vor die meinung, dass ein bild im kopf entsteht und nicht in der kamera. die daten die aus der kamera kommen müssen in der ausarbeitung noch an das “gesehene bild” angeglichen werden. ich halte nichts davon irgendein bild in ein bearbeitungsprogramm zu laden und vordefinierte aktionen darauf anzuwenden oder einfach mal an den reglern zu drehen.
  2. gute schwarzweissbilder können nur aus farblich korrekten grundlagen konvertiert werden. deshalb ist der raw-converter für mich ein wichtiges, wenn auch ein zeitintensives tool.

um noch ein wenig fleisch an den knochen zu geben hier ein beispiel von einer kürzlich miterlebten taufe. vielleicht darf ich euch später noch mehr bilder dieses anlasses zeigen.

nein, es ist nicht der täufling. es sind einfach drei sympatische gäste.


Okt 19 2009

rocktober

nachdem in letzter zeit in diesem blog eher schwarzweiss überhand hatte geht es heute wieder bunt zu und her.

am vergangenen wochenende haben die jungs von feedback am bandcontest rocktober teilgenommen. gewonnen haben sie leider nicht, ein wenig trost hingegen sind diese bilder.

ein grosses lob muss ich den jungs aussprechen, die das licht installiert haben! ich konnte den ganzen event available light aufnehmen.

ich werde bald mal noch ein photoshoptutorial über das verschwinden von störenden mikrofonen schreiben. wer jetzt an den guten alten kopierstempel denkt, liegt falsch!
bei den beiden hochformatbildern habe ich aus ästhetischen gründen in die trickkiste von photoshop gegriffen.

wer die bilder grösser sehen möchte klickt darauf.


Okt 14 2009

bandshooting

kürzlich habe ich mit der band feedback ein portraitshooting gemacht. den älteren lesern dieses blogs dürften einige der gesichter schon bekannt vorkommen.

an dieser stelle möchte ich euch das lightsetting der headshots aufskizzieren.

als location habe ich das dreispitzareal in basel vorgeschlagen. die headshots haben wir vor einem älteren holzschuppen im schatten eines grossen gebäudes gemacht. das licht war dort schön weich, aber die strassenflucht (parallel zum bild) trotz schatten zu zu starken seilichen lichteinfällen geführt.

so hätte das ganze ohne weitere massnahmen ausgesehen:

um die gesichter ein weig harmonischer auszuleuchten habe ich einem bandmitglied einen weissen reflektor in die hand gedrückt und seitlich zwischen mir und der zu portraitierenden person aufgestellt. diesen reflektor habe ich dann mit dem aufsteckblitz auf der kamera angeblitzt. in etwa so:

setting

erstellt habe ich diese darstellung mit photodiagram von professionalsnapshots.com.

mit massnahmen sieht das ganze dann so aus:

hier noch zwei weitere bilder aus dem shooting:

zum schluss noch zwei goodies:
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